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13. - 15. Nov '20

Tournee II
13. - 15. Nov '20

Yu Haolei

Tournee

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Programm

Romantische Operette in drei Akten, Text von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda nach dem Libretto der Erstfassung von Viktor Léon
Als romantische Operette hat Franz Léhar sein Erfolgsstück «Das Land des Lächelns» (1929) bezeichnet. Was er damit meinte, wird durch den Vergleich mit der Erstfassung des Werks klar. Diese hatte sechs Jahre vorher unter dem Titel «Die gelbe Jacke» Premiere; die Unterschiede betreffen weniger die Handlung selbst als deren dramatischen Kern. In beiden Fällen steht der Protagonist, der chinesische Prinz Sou-Chong, vor der Frage, ob er seinen Gefühlen folgen soll oder gesellschaftlichen Pflichten. Wo in der Erstfassung alles auf ein operettentypisches Happy End zusteuert, gibt es für diesen zutiefst romantischen Konflikt im «Land des Lächelns» keine Lösung – es endet tragisch.
Eine Neugewichtung, die nicht von ungefähr kam. Léhar, Sohn eines Militärkapellmeisters und Schüler von Antonín Dvořák, hatte seine ersten Erfolge mit heiteren Bühnenwerken gefeiert. Ob «Die lustige Witwe», «Eva» oder «Der Graf von Luxemburg»: Stets setzt sich die Sprache des Herzens gegen Standeskonventionen durch. In den Zwanzigerjahren aber, bedingt auch durch die Erfahrungen des Weltkriegs, begann sich der Publikumsgeschmack zu wandeln. Lehár und seine Librettisten bauten nun zunehmend tragische Elemente in ihre Stücke ein: «Paganini» und «Der Zarewitsch» enden mit Entsagung und Verzicht, schärfen andererseits aber auch das charakterliche Profil ihrer Protagonisten – die Nähe zur Oper ist unübersehbar. Im «Land des Lächelns» sind die beiden Hauptfiguren von Beginn an unterschiedlich gezeichnet: hier Lisa, die lebenslustige Tochter aus gutem Wiener Hause, dort Sou-Chong, der zurückhaltende Prinz aus dem Fernen Osten. Was beide eint, ist nicht nur die Liebe, die sie füreinander empfinden, sondern auch das Geflecht aus sozialen Zwängen, in dem sie gefangen sind. Sou-Chong darf keine Ausländerin heiraten, Lisa kann nicht aus ihrer europäisch-bürgerlichen Haut. Im zweiten Akt, am chinesischen Hof, werden diese Differenzen offensichtlich, so sehr man sich auch der gegenseitigen Gefühle versichert. Die Trennung ist unausweichlich und wird nur dadurch abgemildert, dass beide auf treue Weggefährten aus der jeweils eigenen gesellschaftlichen Sphäre bauen können: Lisa auf den ihr ergebenen Grafen Gustav, Sou-Chong auf seine Schwester Mi.
Für «Das Land des Lächelns» bzw. für die Erstfassung von 1923 entwickelte Lehár eine ganz eigene Musiksprache mit zahlreichen Exotismen und schillernden Klangfarben. Einige Arien, darunter das berühmte «Dein ist mein ganzes Herz» aus dem zweiten Akt, schrieb er als Zugnummern für den Startenor Richard Tauber. Dank Tauber wurde das Werk, anders übrigens als «Die gelbe Jacke», von Beginn an ein grosser Erfolg. Schon ein Jahr nach der Uraufführung in Berlin wurde es verfilmt.

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Biographie

Durch zahlreiche Auftritte im In- und Ausland konnte sich der Tenor Yu Haolei ein breites Repertoire an Rollen erarbeiten. Nach seinem Studium in Shenyang, dem Zentrum der Mandschurei, schaffte er 2017 den Sprung nach Europa durch Aufnahme in das Jette Parker Young Artists Programm am Londoner Royal Opera House. Es folgten Auftritte in «La Traviata», «Die Fledermaus», «Die lustigen Weiber von Windsor» sowie als Erik in «Der fliegende Holländer», einer Koproduktion des Opernhauses Shanghai mit dem Theater Erfurt. Mehrfach war Yu musikalischer Botschafter seines Heimatlandes, etwa bei der Feier zum 60-jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Indien oder zum Gedenken an das Ende des Weltkriegs in Singapur und im südkoreanischen Busan (Beethoven, 9. Sinfonie). Gastspiele als Mitglied des Opernhauses Shanghai führten ihn nicht nur nach Asien, sondern auch nach Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Estland sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate.

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