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9. - 10. Jun '18

Tournee VII
9. - 10. Jun '18

Wiener Symphoniker

Tournee

Konzertdaten und Orte

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Konzertprogramm Zürich

In der neuen Konzertserie präsentieren wir die besten Studien- und Förderpreisträger Musik des Migros-Kulturprozent. Entdecken Sie jeweils eine Stunde vor folgenden Migros-Kulturprozent- Classics-Konzerten unsere Solisten von morgen in einem halbstündigen Rezital: 22.10.2017, 30.11.2017, 23.1.2018 und 31.5.2018 in Luzern, 24.10.2017, 24.3.2018 und 9.6.2018 in Zürich. Ihr Abonnement oder Ihre Konzertkarte berechtigt zum kostenlosen Eintritt.

Unsere Solistinnen und Solisten von morgen

Mit seinen zwischen 1889 und 1915 entstandenen Tondichtungen führte Richard Strauss eine Entwicklung fort, die Franz Liszt angestossen hatte und die eine Alternative zur traditionellen Sinfonik bot: Dank ihrer Plastizität und Ausdruckskraft setzten diese Orchesterwerke eher auf Inhalte als auf formale Abläufe und öffneten sich anderen Kunstbereichen aus Literatur und Bildender Kunst. Die Themen reichten von Sagenfiguren wie Till Eulenspiegel über Naturerlebnisse („Eine Alpensinfonie“) bis hin zu philosophischen Themen („Also sprach Zarathustra“).

Der vielleicht spannendste Aspekt dieser programmatischen Kompositionen war ihr Verhältnis von Form und Inhalt. In „Don Quixote“, seiner 6. Tondichtung, griff Strauss auf das altehrwürdige Variationenmodell zurück: Die beiden Hauptfiguren, Don Quixote und Sancho Pansa, werden anhand charakteristischer Themen vorgestellt und diese Themen anschliessend vielfältigen Veränderungen unterzogen. Auf diese Weise lassen sich die Stationen von Cervantes' Roman hörend nachvollziehen: das Windmühlen-Abenteuer, Kämpfe, Zwiegespräche, die Begegnung mit Dulcinea. Eingerahmt wird das Geschehen durch Vorspiel und Epilog, die das Ein- und wieder Auftauchen aus dieser ritterlich-fantastischen Welt schildern. Darüber hinaus ist „Don Quixote“ ein Fest der Klangfarben und ein hochvirtuoses Konzert für Orchester, kommen doch eine Vielzahl von Instrumenten solistisch zum Einsatz, allen voran das Solocello als Verkörperung des „Ritters von der traurigen Gestalt“.
Der Held
Des Helden Widersacher
Des Helden Gefährtin
Thema der Siegesgewissheit
Des Helden Walstatt
Kriegsfanfaren
Des Helden Friedenswerke
Des Helden Weltflucht und Vollendung
Entsagung


Beim Überblick über die neun Tondichtungen von Richard Strauss fällt auf, wie sich ihr inhaltlicher Fokus verlagert: von Figuren der Weltliteratur – Don Juan, Macbeth, Till Eulenspiegel – hin zum eigenen Künstler-Ich. Diese Entwicklung kulminiert in der „Alpensinfonie“ von 1915, die ein persönliches Erlebnis des Komponisten zur Grundlage einer allgemeinen Reflektion über die Stellung des Menschen in der Welt macht. Aber schon 17 Jahre zuvor, im „Heldenleben“, hatte Strauss sich selbst ins Zentrum des musikalischen Geschehens gerückt.

Das Werk schildert, ganz im Vokabular der Zeit und mit durchaus üblichen formalen Mitteln, die Taten eines namenlosen „Helden“. Hauptthema und Gegenthemen verhalten sich wie Protagonist und Widersacher, im Mittelteil kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, aus denen der Held siegreich hervorgeht. In diesem Schlussabschnitt aber wird Strauss konkret: Hinter „Des Helden Friedenswerken“ (so die ursprüngliche, später zurückgezogene Zwischenüberschrift) verbirgt sich nichts anderes als Zitate aus eigenen Kompositionen, aus „Macbeth“, „Zarathustra“, „Don Quixote“ u.a. Der Komponist als Objekt der Selbstbespiegelung, vielleicht gar der Selbstbeweihräucherung? Gegen entsprechende Kritik wehrte sich Strauss mit dem Hinweis, dass der Inhalt, das Programm des Werks zweitrangig sei; im Zentrum stehe stets die Musik. Zudem endet op. 40 keineswegs heldisch-triumphal, sondern leise, zurückgenommen: Da verlässt einer die Bühne des Lebens durch den Hinterausgang.

Konzertprogramm Genf

Mit seinen zwischen 1889 und 1915 entstandenen Tondichtungen führte Richard Strauss eine Entwicklung fort, die Franz Liszt angestossen hatte und die eine Alternative zur traditionellen Sinfonik bot: Dank ihrer Plastizität und Ausdruckskraft setzten diese Orchesterwerke eher auf Inhalte als auf formale Abläufe und öffneten sich anderen Kunstbereichen aus Literatur und Bildender Kunst. Die Themen reichten von Sagenfiguren wie Till Eulenspiegel über Naturerlebnisse („Eine Alpensinfonie“) bis hin zu philosophischen Themen („Also sprach Zarathustra“).

Der vielleicht spannendste Aspekt dieser programmatischen Kompositionen war ihr Verhältnis von Form und Inhalt. In „Don Quixote“, seiner 6. Tondichtung, griff Strauss auf das altehrwürdige Variationenmodell zurück: Die beiden Hauptfiguren, Don Quixote und Sancho Pansa, werden anhand charakteristischer Themen vorgestellt und diese Themen anschliessend vielfältigen Veränderungen unterzogen. Auf diese Weise lassen sich die Stationen von Cervantes' Roman hörend nachvollziehen: das Windmühlen-Abenteuer, Kämpfe, Zwiegespräche, die Begegnung mit Dulcinea. Eingerahmt wird das Geschehen durch Vorspiel und Epilog, die das Ein- und wieder Auftauchen aus dieser ritterlich-fantastischen Welt schildern. Darüber hinaus ist „Don Quixote“ ein Fest der Klangfarben und ein hochvirtuoses Konzert für Orchester, kommen doch eine Vielzahl von Instrumenten solistisch zum Einsatz, allen voran das Solocello als Verkörperung des „Ritters von der traurigen Gestalt“.
Der Held
Des Helden Widersacher
Des Helden Gefährtin
Thema der Siegesgewissheit
Des Helden Walstatt
Kriegsfanfaren
Des Helden Friedenswerke
Des Helden Weltflucht und Vollendung
Entsagung


Beim Überblick über die neun Tondichtungen von Richard Strauss fällt auf, wie sich ihr inhaltlicher Fokus verlagert: von Figuren der Weltliteratur – Don Juan, Macbeth, Till Eulenspiegel – hin zum eigenen Künstler-Ich. Diese Entwicklung kulminiert in der „Alpensinfonie“ von 1915, die ein persönliches Erlebnis des Komponisten zur Grundlage einer allgemeinen Reflektion über die Stellung des Menschen in der Welt macht. Aber schon 17 Jahre zuvor, im „Heldenleben“, hatte Strauss sich selbst ins Zentrum des musikalischen Geschehens gerückt.

Das Werk schildert, ganz im Vokabular der Zeit und mit durchaus üblichen formalen Mitteln, die Taten eines namenlosen „Helden“. Hauptthema und Gegenthemen verhalten sich wie Protagonist und Widersacher, im Mittelteil kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, aus denen der Held siegreich hervorgeht. In diesem Schlussabschnitt aber wird Strauss konkret: Hinter „Des Helden Friedenswerken“ (so die ursprüngliche, später zurückgezogene Zwischenüberschrift) verbirgt sich nichts anderes als Zitate aus eigenen Kompositionen, aus „Macbeth“, „Zarathustra“, „Don Quixote“ u.a. Der Komponist als Objekt der Selbstbespiegelung, vielleicht gar der Selbstbeweihräucherung? Gegen entsprechende Kritik wehrte sich Strauss mit dem Hinweis, dass der Inhalt, das Programm des Werks zweitrangig sei; im Zentrum stehe stets die Musik. Zudem endet op. 40 keineswegs heldisch-triumphal, sondern leise, zurückgenommen: Da verlässt einer die Bühne des Lebens durch den Hinterausgang.

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Biographie

„Wir wollen nicht die zweiten Philharmoniker sein“ – dieser Satz des neuen Chefdirigenten Philippe Jordan zeigt, wohin die Reise für die Wiener Symphoniker gehen soll. In ihrer Eigenschaft als Konzertorchester der Stadt Wien mangelte es den Symphonikern lange am eigenen Profil, nicht aber an der Qualität. Die Uraufführungen bedeutender Werke wie Bruckners Neunter oder Mahlers Sechster beweisen es, ebenso die langjährige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch oder Georges Prêtre. Das grosse spätromantische Repertoire ist bei den Wiener Symphonikern in den besten Händen, ausserdem besteht seit dem Zweiten Weltkrieg eine erfolgreiche Kooperation mit den Bregenzer Festspielen. Als Kulturbotschafter Wiens unternimmt das Orchester jährlich mehrere Konzerttourneen ins europäische und aussereuropäische Ausland. Auch das Engagement beim Theater an der Wien (seit 2006) soll zur erwähnten Profilschärfung beitragen.

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