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26. Feb '18

Extrakonzert I
26. Feb '18

Berner Symphonieorchester

Tournee

Konzertdaten und Orte

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Konzertprogramm Genf

Obwohl grosse dramatische Werke eine Vorrangstellung in Honeggers Musikproduktion einnehmen, umfasst das Verzeichnis des Französisch-Schweizerischen Komponisten nicht weniger als fünf Sinfonien. Diese Werke ermöglichten dem Musiker sehr persönliche Botschaften an seine unter Krieg und Unterdrückung leidenden Zeitgenossen. Die Feststellung gilt insbesondere für die Dritte Sinfonie, Honeggers am weitesten ausgearbeitete symphonische Arbeit. Das Werk wurde kurz nach das Ende des zweiten Weltkriegs komponiert und im August 1946 in Zürich unter der Leitung von Charles Münch uraufgeführt. In seiner „Liturgischen“ Sinfonie beabsichtigte Honegger, „die Antwort des modernen Menschen auf das seit Jahren dauernde Überhandnehmen von Barbarei, Dummheit, sinnlosem Leiden, Maschinenwahn und Bürokratie symbolisch darzustellen“. Der Komponist fügte hinzu: „In der Sprache der Musik habe ich jenem Kampf nachgespürt, der im menschlichen Herzen sattfindet: Zwischen der Kapitulation vor den blinden Gewalten, die es bedrängen, und dem Willen zum Glück, der Friedensliebe, dem Vertrauen auf eine göttliche Zuflucht.“ Seine Sinfonie versteht sich also als „ein Drama, das zwischen drei wirklichen oder symbolischen Charakteren gespielt wird: Unglück, Glück und Mensch.“ Die ewigen Themen, die Honegger mit den drei Sätzen zu erneuern suchte, riefen nach und nach den menschlichen Schrecken im Angesicht des göttlichen Zorns (Dies irae), die von der Göttlichkeit verlassene Meditation des Menschen (De profundis clamavi) und schliesslich die Revolte der Opfer der Dummheit und die Hoffnung des Friedens, die durch das Leiden der Menschheit ausgedrückt wird (Dona nobis pacem). Eine Botschaft, die immer sehr aktuell ist !
Zwischen Beethovens erstem Klavierkonzert und dem Letzten liegen nur vierzehn Jahre. In dieser kurzen Zeit wurde der Komponist vom brillanten jungen Virtuosen zum von der Krankheit gezeichneten Mann, der trotz seines Leidens den Kampf für den künstlerischen Fortschritt beharrlich fortführt. Das Klavierkonzert Nr. 5, welches im Jahre 1808 im Umkreis der 5. und 6. Symphonie begonnen wurde, ist das Resultat einer unermüdlichen Suche nach der vollendeten Verschmelzung zwischen Solist und Orchester. Das Werk erscheint daher eher wie eine Symphonie mit Klavier als ein Instrumentalkonzert. Dem Erzherzog Rudolf gewidmet, wurde das Konzert im Jahre 1811 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt. Die Wiener Erstaufführung erfolgte im nachfolgenden Jahr. In dieser Zeit war Beethoven durch seine Taubheit schon stark beeinträchtigt und er verzichtete deshalb auf den Solopart. Die Kadenzen schrieb er jedoch selbst und überliess sie nicht dem Geschmack des Solisten, wie es bisher üblich war. Beethoven wählte die Bezeichnung „Kaiserkonzert“ nicht selbst; sie stammt möglicherweise von seinem Freund Cramer. Er nannte das Werk einfach „Grosses Konzert“. Nach der Uraufführung waren die Kritiker nicht sicher, was sie von dieser bemerkenswerten Partitur halten sollten. „Originell ... fantasiereich ...mit grosser Wirkung“ waren einige ihrer Kommentare, mangels zutreffenderer Bemerkungen. Was konnten sie von einem Konzert halten, das mit einer langen, scheinbar improvisierten Kadenz beginnt und wo sich in der Folge Solist und Orchester in grossartigen Dialogen entgegentreten?
Vier Ouvertüren für die gleiche Oper! Erst nach mehreren Versuchen konnte Beethoven sein einziges, auf einer Vorlage von Jean-Nicolas Bouilly basierendes Bühnenwerk, erfolgreich fertigstellen. Dieser seit langem vergessene französische Dramatiker soll seinem Werk die wahre Geschichte einer heldenhaften Frau aus Tours, die ihren von den Jakobinern verhafteten Ehemann gerettet hatte, zu Grunde gelegt haben. Diese „Historische Begebenheit in zwei Akten in Prosa, mit gesungenen Abschnitten" wurde Ende 1798 geschrieben. Pierre Gaveaux nahm die erste musikalische Umsetzung vor. Die Komponisten Giovanni Mayr und Ferdinando Paër schrieben dann Opern auf der Grundlage der italienischen Textfassung. Beethovens Interesse für den Stoff wurde durch Sonnleithners Bearbeitung der deutschen Übersetzung des Dramas geweckt. Nachdem der Musiker im Jahre 1803 von Baron von Braun den Kompositionsauftrag bekommen hatte, wurde die Oper Leonore im November 1805 im Theater an der Wien uraufgeführt. Diese erste Version in drei Akten erwies sich als ein totaler Misserfolg. Beethoven war mit seiner ersten Version der Ouvertüre nie zufrieden, sodass das Stück zu Lebenszeiten des Komponisten nie gespielt wurde. Ihre posthume Veröffentlichung erfolgte erst 1830, vier Jahre vor der ersten öffentlichen Aufführung der Ouvertüre durch Mendelssohn. Bei der Wiener Uraufführung begann die Oper daher mit einer völlig umgearbeiteten Ouvertüre, Leonore II, die vor allem auf Florestans grosser Arie aufbaut. Beethoven komponierte später eine dritte Leonore-Ouvertüre, als Vorspiel zur neuen Fassung in zwei Akten. Nach einer weiteren, endgültigen Umarbeitung erhielt das Werk schliesslich den Namen Fidelio und damit auch eine neue Ouvertüre.

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Biographie

Das Berner Symphonieorchester (BSO) – seit Juli 2011 einer der vier Pfeiler der neuen Institution «Konzert Theater Bern» - wurde 1877 gegründet. Bereits ab 1935 wurden regelmässig renommierte Gastdirigenten eingeladen, darunter Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Karl Böhm, Herbert von Karajan und Ernest Ansermet. Mit Beginn der Saison 2010/11 trat der Schweizer Mario Venzago die Position des Chefdirigenten des BSO an. Zu seinen Vorgängern zählen unter anderem Paul Kletzki, Charles Dutoit, Peter Maag und Andrey Boreyko. Namhafte Solistinnen und Solisten halfen und helfen mit, den guten Ruf des Berner Symphonieorchesters weit über die Landesgrenze hinauszutragen. Das BSO spielt pro Saison rund 50 Konzerte. Auch mit dem gratis Openair-Konzert auf dem Bundesplatz begeistert das Orchester ein grosses Publikum für sich und bietet den Bernerinnen und Bernern eine musikalische Heimat. Zu den weiteren Aktivitäten des Berner Symphonieorchesters zählen Gastspiele im In- und Ausland sowie Radiomitschnitte und CD-Einspielungen.

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