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Dirigent

27. - 28. Nov '18

Tournee II
27. - 28. Nov '18

Zsolt Hamar

Tournee

Konzertdaten und Orte

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Programm

In der neuen Konzertserie präsentieren wir die besten Studien- und Förderpreisträger Musik des Migros-Kulturprozent. Entdecken Sie jeweils eine Stunde vor folgenden Migros-Kulturprozent- Classics-Konzerten unsere Solisten von morgen in einem halbstündigen Rezital: 28.11.2018, 27.1.2019, 22.3.2019 und 13.5.2019 in Luzern, 25.10.2018, 27.11.2018, 26.1.2019, 20.3.2019, 9.4.2019 und 26.5.2019 in Zürich. Ihr Abonnement oder Ihre Konzertkarte berechtigt zum kostenlosen Eintritt.

Unsere Stars von morgen
Der ungarisch-schweizerische Komponist Sándor Veress gilt als bedeutendster Vertreter der Komponistengeneration zwischen Béla Bartók und Sándor Kodály einerseits und György Ligeti und György Kurtág andererseits. 1949 übersiedelte er in die Schweiz, wo er an der Universität und später am Konservatorium unterrichtete. Das rund viertelstündige Orchesterwerk «Threnos in memoriam Béla Bartók» entstand 1945 noch in Budapest als das letzte bedeutende Werk Veress’ vor der Schaffenspause, die dem Schritt in die Emigration im Februar 1949 vorausging. Veress schrieb es in kürzester Zeit als Reaktion auf die Nachricht vom Tode Bartóks am 26. September 1945, und das Werk wurde noch im gleichen Jahr in Budapest uraufgeführt. Das Werk ist ein eindrücklicher Klagegesang auf den verehrten Meister, bei welchem Veress in den 1920er-Jahren noch studiert und später als Assistent an der grossen Edition ungarischer Volksliedmelodien mitgearbeitet hatte.
Franz Liszt gehört zu den wichtigsten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, nicht einmal primär wegen seiner Kompositionen, vielmehr als integrierende Persönlichkeit als Pianist, Lehrer, Organisator und Sozialutopist. Er unterhielt enge Beziehungen nicht nur zu vielen wichtigen Komponisten seiner Zeit, sondern auch zu vielen Geistesgrössen in ganz Europa. Seine Biografie entwickelte sich von Ungarn aus über Wien, Paris, Weimar und Rom, wo er überall längere Zeit wirkte. Im Alter von 16 Jahren setzte Liszt zu einer fulminanten Karriere als Pianist an, vergleichbar der Stellung von Paganini auf der Violine. Dem Leben als Klaviervirtuose überdrüssig liess er sich 1842 als Hofkapellmeister in Weimar nieder und widmete sich der Orchestermusik. Hier entstanden seine sinfonischen Dichtungen, eine neue Gattung sinfonischer Musik als einsätzige Werke, die formal einer aussermusikalischen Handlung folgen. Auch zwei früher konzipierte Klavierkonzerte vollendete er hier in Weimar, so auch das in den 1830er-Jahren entstandene 1. Klavierkonzert, welches er in 1849 in Weimar vollendete und selber 1855 uraufführte unter der Leitung seines Freundes Hector Berlioz.
Neben einem guten Dutzend sinfonischer Dichtungen verfasste Liszt in Weimar auch zwei Sinfonien, die allerdings auch nicht weit von der sinfonischen Dichtung stehen, denn sie widmen sich zwei grossen literarischen Schöpfungen, der «Divina Commedia» in der Dante-Sinfonie sowie Goethes Meisterwerk in der Faust-Sinfonie. Liszt hat Goethes Werk schon in jungen Jahren gelesen und trug sich bereits in den 1840er-Jahren mit dem Gedanken, eine Faust-Sinfonie zu schreiben, angeregt durch Berlioz’ «Damnation de Faust». Allerdings handelt es sich nicht um eine Nacherzählung der Faust-Handlung, sondern eher um eine Nachdichtung mit Musikeigenen tonsymbolischen Mitteln – entsprechend Liszts Überzeugung, dass die Musik als eine Art gesteigerter Sprache den Mangel an Ausdruckstiefe der Literatur überwinden könne. Ausgangspunkt für die dreiteilige dramaturgische Anlage sind die drei Hauptfiguren der Dichtung: Faust selber, sein Alter Ego Mephistopheles und das unschuldige Gretchen.

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Biographie

Nach Abschluss seiner Klavier-, Kompositionsund Dirigierstudien an der Franz-Liszt-Musikakademie seiner Heimatstadt Budapest gewann Zsolt Hamar Ende der 1990er-Jahre zahlreiche Dirigierwettbewerbe und wurde Assistent Lorin Maazels bei den Salzburger Festspielen 1998. Bereits 1997 holte ihn Zoltán Kocsis als ständigen Gastdirigenten zur ungarischen Nationalphilharmonie. Seither arbeitete Zsolt Hamar mit allen wichtigen ungarischen Orchestern und war Chefdirigent des Pannon Philharmonic Orchestra in Pécs. Gastdirigate für Konzert und Oper führten ihn durch ganz Europa und Japan. Seit 2007 tritt er auch regelmässig am Opernhaus Zürich auf. Von 2012 bis zu seiner Berufung an die Ungarische Nationalphilharmonie war Zsolt Hamar Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

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