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19. - 21. Okt '20

Tournee I
19. - 21. Okt '20

Simone Young

Tournee

Konzertdaten und Orte

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Programm

Im September 1850 ziehen Robert Schumann und seine Frau Clara von Dresden nach Düsseldorf, wo der Komponist als Nachfolger von Ferdinand Hiller das Amt des Städtischen Musikdirektors antritt. Neben der Leitung der Abonnementskonzerte umfasst Schumanns Pflichtenheft unter anderem auch die Aufführung von Kirchenkonzerten, die Durchführung von Privatkursen sowie den Aufbau einer Kammermusikgesellschaft. Diese Aufgabenvielfalt scheint sich positiv auf seine Arbeit als Komponist auszuwirken, legt er doch in kurzer Zeit seine Szenen aus Goethes Faust, die sogenannte «Rheinische» Sinfonie, zahlreiche Melodien und nicht zuletzt das Cellokonzert nieder.
Dieses ist eines der sieben konzertanten Werke Schumanns, die fast alle aus der letzten schöpferischen Phase des deutschen Komponisten stammen. Schumann empfand eine ganz besondere Zuneigung für das Cello (Instrument, an dem er sich in den 1830er-Jahren versucht hatte), wie einige seiner Kammermusik-Stücke bezeugen. Mit dem im Herbst 1850 innerhalb von nur zwei Wochen geschriebenen Cellokonzert wurde allerdings sein Autor niemals wirklich glücklich. Vier Jahre später stürzte er sich denn auch in eine Überarbeitung des Werks – aber da war er schon dem Wahnsinn verfallen. So kam es, dass das Konzert erst vier Jahre nach Schumanns Tod (durch Ludwig Ebert) uraufgeführt wurde.
Die drei Sätze des Konzerts gehen nahtlos ineinander über und werden ohne Unterbrechung gespielt, sodass das Werk manchmal wie als einsätziges Stück beschrieben wird. Schumann selbst nannte es «Konzertstück», ein Werk wie aus einem Guss, das die Freiheit des Ausdrucks der puren Virtuosität vorzieht. Der dritte Satz, der einzige mit einer (vom Orchester begleiteten) Kadenz, stellt nichtsdestotrotz hohe Ansprüche an Technik und Bravour des Solisten.
Die erste öffentliche Aufführung der sechsten Sinfonie von Schubert fand erst am 14. Dezember 1828 im Rahmen eines Konzerts der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien statt. Wie alle Sinfonien Schuberts, wurde also auch die sogenannte «Kleine C-Dur» erst posthum uraufgeführt und noch erst viel später (1895) veröffentlicht. Innerhalb des Schubert'schen Schaffens stellt die nach einer Reihe von Sonaten und verschiedenen Werken für Klavier entstandene Sinfonie Nr. 6 eine Art Abschluss der Jugendzeit dar und kündigt sozusagen seine zukünftigen, reiferen Kompositionen an. Im Oktober 1817 begonnen und im Februar 1818 fertiggestellt, stammt das Werk aus einer Phase von Schuberts Leben, in welcher er noch als Schulgehilfe arbeitete und sich nur in Randstunden als Musiker betätigen konnte, leicht bedrückt in der erstickenden Atmosphäre des elterlichen Hauses, aber immerhin umgeben von Freunden, die sein musikalisches Talent zunehmend schätzten. Auf der Partitur hatte Schubert selbst sein neues Werk als «Grosse Sinfonie» betitelt. Seit die «Grosse Sinfonie» in C-Dur D 944 in das Schubert'sche Werkverzeichnis Eingang fand, wurde jedoch die Bezeichnung «Kleine C-Dur-Sinfonie» dafür üblich.
Das von Schubert gewählte Adjektiv ist allerdings durchaus angebracht, da sich das Werk durch sein Format und seinen ehrgeizigen Anspruch deutlich hervorhebt. Die Sinfonie D 589 knüpft an ein kompositorisches Verfahren an, das Schubert schon in seinen ersten vier Sinfonien angewandt hatte: Sie beginnt mit einer langsamen Einführung von sehr theatralischem Charakter. Der dritte Satz trägt im Übrigen den Titel Scherzo, eine Premiere in Schuberts sinfonischem Schaffen. Im Vergleich zu den vorhergehenden Sinfonien des Wiener Komponisten sticht dieser Satz, der ganz bewusst dem 18. Jahrhundert den Rücken kehrt, denn auch am meisten hervor. Das Werk spielt auch deutlich an den italienischen Stil an, der damals im Zuge der Begeisterung für die Opern von Rossini wie eine Welle über die österreichische Hauptstadt eingebrochen war.

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Biographie

Die Australierin Simone Young, ehemalige Gastchefdirigentin des OCL und ab 2022 designierte Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra, gehört zu den renommiertesten Orchesterleiterinnen der internationalen Musikszene. Nach dem Studium in ihrer Heimatstadt Sydney führte sie ihre Karriere nach Köln und Berlin, bevor sie ein Jahrzehnt lang (2005–2015) als Intendantin die künstlerische Leitung der Hamburgischen Staatsoper und der Hamburger Philharmoniker innehatte. Simone Young gilt als ausgewiesene Kennerin von Wagner und Richard Strauss und ist in den grossen Opernhäusern der Welt – Wien, Paris, London, New York, München und Zürich – ein gern und viel gesehener Gast. Da sie sich auch im sinfonischen Fach einen Namen gemacht hat, wird sie häufig eingeladen, renommierte Klangkörper wie das Orchestre de Paris, die Wiener Symphoniker, das BBC Symphony Orchestra sowie namhafte amerikanische und australische Orchester zu dirigieren. Unter ihren zahlreichen Einspielungen stechen Aufnahmen von Wagners Ring sowie von verschiedenen Opern des 20. Jahrhunderts hervor.

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